Wie kann ein Bürger*innenasyl organisiert werden?

Nach dem Aufbau eines Netzwerks von Herbergsgeber*innen (mit jeweils konkreten Angaben zu Unterbringung/Dauer/Bereitschaft für sonstige Unterstützung) sollten diese sich regelmäßig treffen und austauschen (in einem geschützten Rahmen).

Nötig ist auch eine weitere Unterstützungsstruktur für Lebensmittel, soziale und kulturelle Kontakte, Sprachunterricht, medizinische Versorgung (Appell an die Ärzt*innen und andere medizinische Berufe zum Aufbau einer Sprechstunde für lllegalisierte in Regensburg).

Wenn ein BA benötigt wird, sollten im Rahmen einer Vorprüfung die Umstände des Einzelfalls, der mögliche Zeitraum, die evtl. Exitstrategie, Rechtsberatung- und Vertretung, erfasst werden, damit die Herbergsgeber*innen genau wissen, woran sie sind. Eile ist oft geboten, aber keine Spontaneität oder übereilte Handlungen – sonst gibt es keine verlässlichen Prognosen zu Dauer und Exit.

Außerdem sollte immer geprüft werden, ob nicht ein Kirchenasyl eine einfachere und bessere Lösung wäre.

Die Herbergsgeber*innen sollten auf keinen Fall alleingelassen werden. Sie benötigen dauerhafte Unterstützung, sonst kann die Situation sie leicht überfordern, insbesondere wenn das BA länger dauert bzw. länger als ursprünglich geplant und vorausgesehen.